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Tech­ni­sche Uni­ver­sität Ber­lin - Fakul­tät VI

An der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin, Fakul­tät VI — Pla­nen Bauen Umwelt — ist am Insti­tut für Land­schafts­ar­chi­tek­tur und Umwelt­pla­nung eine

Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur - Bes.-Gr. W3

für das Fach­ge­biet „Umwelt­prü­fun­gen“ zu beset­zen.

Aufgabenbeschreibung:

Die Pro­fes­sur ver­tritt das Fach­ge­biet „Umwelt­prü­fun­gen“ in For­schung und Lehre. Adres­siert wer­den Umwelt­fol­gen­prü­fun­gen für Pro­jekte, Pläne, Pro­gramme und Poli­ti­ken auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebene (Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung, Stra­te­gi­sche Umwelt­prü­fung, Ein­griffs­re­ge­lung, FFH-Ver­träg­lich­keits­prü­fung, arten­schutz­recht­li­che Prü­fun­gen, bio­di­ver­sity off­sets) ein­schließ­lich ent­spre­chen­der Rege­lun­gen in ande­ren Staa­ten (wie z. B. wet­land ban­king in den USA). Bezüge zu ande­ren „impact assess­ments“ (social, health, sustai­na­bi­lity) wer­den her­ge­stellt.

Beson­de­res Augen­merk liegt auf dem Wei­ter­ent­wick­lungs­be­darf der Instru­mente der Umwelt­prü­fung, der sich aus gesell­schaft­li­chen, tech­no­lo­gi­schen und öko­sys­tema­ren Ver­än­de­run­gen ergibt, und/oder aus der erfor­der­li­chen Ope­ra­tio­na­li­sie­rung inter­na­tio­na­ler Abkom­men sowie deren euro­päi­scher und natio­na­ler Imple­men­ta­tion ent­steht. Eben­sol­che Bedeu­tung hat der Bei­trag zur pla­nungs­wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen­for­schung, z. B. im Sinne einer Theo­rie­bil­dung zur Umwelt­prü­fung.

Zur Erfül­lung die­ser Auf­ga­ben arbei­tet das Fach­ge­biet auf der Basis hoher pla­nungs­wis­sen­schaft­li­cher Kom­pe­tenz auch an Schnitt­stel­len zu den öko­lo­gi­schen Wis­sen­schaf­ten, zur Geo­in­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung, zu den Sozial- und Gesund­heits­wis­sen­schaf­ten sowie Inge­nieur­wis­sen­schaf­ten und inte­griert deren rele­vante Erkennt­nisse in die Umwelt­prü­fun­gen.

Die Lehre des Fach­ge­bie­tes ist inte­gra­ler Bestand­teil der Stu­di­en­gänge „Öko­lo­gie und Umwelt­pla­nung“ (Bache­lor, Mas­ter) sowie des inter­na­tio­na­len, eng­lisch­spra­chi­gen Mas­ter­stu­di­en­gangs „Envi­ron­men­tal Plan­ning“. Dar­über hin­aus besu­chen Stu­die­rende der Stu­di­en­gänge Stadt­öko­lo­gie, Land­schafts­ar­chi­tek­tur, Stadt- und Regio­nal­pla­nung, Rege­ne­ra­tive Ener­gie­sys­teme, Ver­kehrs­we­sen, Sozio­lo­gie u. a. die Lehr­ver­an­stal­tun­gen. Zu den wei­te­ren Auf­ga­ben gehö­ren neben den Pflich­ten gemäß § 99 BerlHG Füh­rung und Lei­tung des Fach­ge­bie­tes und von Mit­ar­bei­ter*innen, För­de­rung von wis­sen­schaft­li­chem Nach­wuchs, Frauen und gesell­schaft­li­cher Viel­falt, Wis­sens­trans­fer, Initia­ti­ven zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung, gen­der- und diver­si­ty­kom­pe­ten­tes und nach­hal­tig­keits­ori­en­tier­tes Han­deln sowie Gre­mien- und Kom­mis­si­ons­ar­beit.

Erwartete Qualifikationen:

Die Kan­di­dat*innen ver­fol­gen einen anspruchs­vol­len For­schungs­an­satz und ver­fü­gen über Erfah­run­gen in der aka­de­mi­schen Lehre. Ent­schei­dende Impulse zur Aus­ge­stal­tung der Umwelt­prü­fung für Pro­jekte, Pläne und Pro­gramme in sich welt­weit dyna­misch ent­wi­ckeln­den Gesell­schaf­ten wer­den erwar­tet. Der Ein­fluss der Kan­di­dat*innen auf den glo­ba­len Dis­kurs der Umwelt­prü­fun­gen soll dar­ge­legt wer­den.

Erwar­tet wer­den umfas­sende Kennt­nisse, die eine qua­li­ta­tiv her­aus­ra­gende, natio­nal und inter­na­tio­nal sicht­bare Erfül­lung der Auf­ga­ben des Fach­ge­biets gewähr­leis­ten. Dies betrifft zunächst die ver­schie­de­nen Instru­mente der Umwelt­prü­fun­gen. Dies beinhal­tet deren – natio­nal wie inter­na­tio­nal – recht­li­che und poli­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen, ihre Arbeits­schritte, die hier­für rele­van­ten Inhalte und Metho­den, ein­schließ­lich der Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung sowie der jeweils zu erstel­len­den Doku­mente. Dar­über hin­aus ist eine hohe natur- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­che Schnitt­stel­len­kom­pe­tenz erfor­der­lich. Dies beinhal­tet neben grund­le­gen­den inhalt­li­chen Kennt­nis­sen die­ser Dis­zi­pli­nen auch eine Beherr­schung rele­van­ter Metho­den, etwa der Sozialem­pi­rie, der Sta­tis­tik oder mul­ti­kri­te­ri­el­len Model­lie­rung, agen­ten-basier­ten Model­lie­rung o. a.

Die Fähig­keit zu inter- und trans­dis­zi­pli­nä­rer Zusam­men­ar­beit mit Part­ner*innen aus Wis­sen­schaft, Gesell­schaft und Wirt­schaft wird ebenso vor­aus­ge­setzt wie die Bereit­schaft zum Enga­ge­ment in der aka­de­mi­schen Selbst­ver­wal­tung und zur Fort­schrei­bung der zen­tra­len Stu­di­en­gänge.

Erwar­tet wird eine hohe Qua­li­fi­ka­tion zu min­des­tens drei der nach­fol­gend genann­ten Punkte:
1. Fort­lau­fende Insti­tu­tio­na­li­sie­rung sowie kon­zep­tio­nelle und theo­re­ti­sche Fun­die­rung der Umwelt­prü­fun­gen; inkl. mög­li­cher Schnitt­stel­len zu Nach­hal­tig­keits­prü­fun­gen, social impact assess­ments und health impact assess­ments
2. Ana­lyse der Trei­ber (Dri­vers) und Wirk­fak­to­ren (Pres­su­res) rele­van­ter gesell­schaft­li­cher und öko­sys­tema­rer Ver­än­de­run­gen und ihrer Kon­se­quen­zen für die Umwelt­prü­fun­gen (z.B. Digi­ta­li­sie­rung, Roh­stoff­be­darfe, Telecou­pling, ver­än­derte Infra­struk­tu­ren)
3. Ope­ra­tio­na­li­sie­rung des Umwelt­zu­stan­des (State) für Umwelt­prü­fun­gen (Tri­an­gu­la­tion von Umwelt­zu­stand, Umwelt­schutz­zie­len und durch die Prü­fun­gen zu adres­sie­ren­den Kon­zep­ten)
4. Metho­den der Wir­kungs­pro­gnose (Impact), insb. an der Schnitt­stelle zu ande­ren Dis­zi­pli­nen (z. B. Gesund­heit, Luft­rein­hal­tung etc.) und deren Model­lie­run­gen
5. Ana­lyse und wei­tere Ope­ra­tio­na­li­sie­rung der Abfolge Ver­mei­dung, Ver­min­de­rung, Kom­pen­sa­tion (Response); Unter­su­chung und Erhö­hung der Wirk­sam­keit zuge­hö­ri­ger Maß­nah­men, Inte­gra­tion von Ansät­zen des Risiko- und adap­ti­ven Manage­ments
6. Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zende Model­lie­rung, z. B. qua­li­ta­tive Kon­zept­mo­delle, Mehr­kri­te­rien-basierte Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zung, Netz­werk- und Wahr­schein­lich­keits­mo­del­lie­rung, Agen­ten­ba­sierte Model­lie­rung
7. Qua­li­täts­si­che­rung der Umwelt­prü­fun­gen
8. Par­ti­zi­pa­tion in den Umwelt­prü­fun­gen, z. B. wirk­sa­mer und fai­rer Zugang zu Umwelt­in­for­ma­tio­nen; for­male Betei­li­gungs­ver­fah­ren ver­sus For­men direk­ter Demo­kra­tie und Pro­test; Über­win­dung der Expert*innen-Laien-Bar­riere, ver­ständ­li­che Kom­mu­ni­ka­tion
9. Bedeu­tung von Geschlech­ter- und Diver­sity-For­schung für die Umwelt­prü­fun­gen, z. B. im Kon­text des Schutz­guts „Mensch und mensch­li­che Gesund­heit“

Erfül­lung der Ein­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen gem. § 100 BerlHG: Hierzu gehö­ren ein abge­schlos­se­nes Hoch­schul­stu­dium der Umwelt­pla­nung, Land­schafts­pla­nung oder ver­wand­ter, the­ma­tisch ein­schlä­gi­ger Stu­di­en­gänge; beson­dere Befä­hi­gung zu wis­sen­schaft­li­cher Arbeit, die in der Regel durch die Qua­li­tät einer Pro­mo­tion im Feld der Umwelt­prü­fun­gen/-pla­nung nach­ge­wie­sen wird; zusätz­li­che wis­sen­schaft­li­che Leis­tun­gen (z. B. Habi­li­ta­tion oder habi­li­ta­ti­ons­äqui­va­lente Leis­tun­gen); sowie päd­ago­gi­sche Eig­nung, doku­men­tiert durch ein Lehr­port­fo­lio (nähere Infor­ma­tio­nen dazu auf der Web­seite der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät, https://www.tu-berlin.de/menue/einrichtungen/praesidium/projekte_des_praesidiums/neuberufene/berufungsportal/bewerbung/lehrportfolio/).

Die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin erwar­tet von ihren Pro­fes­sor*innen die stra­te­gi­schen, admi­nis­tra­ti­ven, kom­mu­ni­ka­ti­ven und sozia­len Kom­pe­ten­zen, Ver­ant­wor­tung für die Lei­tung und stra­te­gi­sche Ent­wick­lung des Fach­ge­bie­tes und der Mit­ar­bei­ter*innen zu über­neh­men. Dies beinhal­tet ins­be­son­dere das Bewusst­sein der beson­de­ren Ver­ant­wor­tung für die Schaf­fung gen­der- und diver­si­täts­sen­si­bler Arbeits- und Stu­di­en­be­din­gun­gen. Die Bereit­schaft zur Mit­wir­kung in der aka­de­mi­schen Selbst­ver­wal­tung wird vor­aus­ge­setzt. Die inhalt­li­che Impuls­set­zung in For­schung und Lehre soll zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung und einem nach­hal­tig­keits­ori­en­tier­ten Han­deln bei­tra­gen und die Fähig­keit dazu auf­ge­zeigt wer­den. Erfah­run­gen hin­sicht­lich inter­dis­zi­pli­nä­rer Koope­ra­tio­nen, Initia­ti­ven in der Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­tion sowie im Wis­sens­trans­fer sind wün­schens­wert. Als inter­na­tio­nal pro­fi­lierte Uni­ver­si­tät set­zen wir sehr gute Eng­lisch­kennt­nisse in Wort und Schrift vor­aus und begrü­ßen aus­drück­lich Bewer­bun­gen von nicht deutsch­spra­chi­gen Wis­sen­schaft­ler*innen. Zugleich wird die Beherr­schung bzw. Bereit­schaft zum schnellst­mög­li­chen Erler­nen der deut­schen Spra­che vor­aus­ge­setzt, da diese zur Erfül­lung der Auf­ga­ben erfor­der­lich ist (min­des­tens C1 Gemein­sa­mer euro­päi­scher Refe­renz­rah­men).

Hinweise zur Bewerbung:

Die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin strebt eine Erhö­hung des Anteils von Frauen in For­schung und Lehre an und for­dert des­halb qua­li­fi­zierte Bewer­be­rin­nen nach­drück­lich auf, sich zu bewer­ben. Schwer­be­hin­derte Bewer­ber*innen wer­den bei glei­cher Eig­nung bevor­zugt berück­sich­tigt. Die TU Ber­lin schätzt die Viel­falt ihrer Mit­glie­der und ver­folgt die Ziele der Chan­cen­gleich­heit. Wir sind als fami­li­en­ge­rechte Hoch­schule zer­ti­fi­ziert und bie­ten Ihnen und Ihrer Fami­lie mit dem Dual Career Ser­vice Unter­stüt­zung beim Wech­sel nach Ber­lin an.

Eine Dop­pel­be­set­zung der Pro­fes­sur (geteilte Pro­fes­sur) ist nicht mög­lich.

Ihre Bewer­bung in eng­li­scher Spra­che sen­den Sie bitte bis zum 24. Dezem­ber 2021 unter Angabe der Kenn­zif­fer VI-666/21 mit den fol­gen­den Unter­la­gen per E-Mail in einer pdf-Datei an bewerbungen@fak6.tu-berlin.de: Lebens­lauf, Zeug­nisse, For­schungs- und Lehr­kon­zept, Lehr­port­fo­lio, Liste der ein­ge­wor­be­nen Dritt­mit­tel, Publi­ka­ti­ons­liste und eine Nen­nung der Ihrer Ein­schät­zung nach fünf wich­tigs­ten Publi­ka­tio­nen. Die Bereit­stel­lung von elek­tro­ni­schen Unter­la­gen über Cloud-Dienste wie WE-Trans­fer, Drop­box o.ä. wird nicht akzep­tiert.

Für Aus­künfte zum for­ma­len Bewer­bungs­pro­zess wen­den Sie sich bitte an berufungen@fak6.tu-berlin.de. Fach­li­che Anfra­gen rich­ten Sie bitte eben­falls an die genannte E-Mail-Adresse; diese wer­den an die*den Vor­sit­zende*n der Beru­fungs­kom­mis­sion wei­ter­ge­lei­tet.

Mit der Abgabe einer Online­be­wer­bung geben Sie als Bewer­ber*in Ihr Ein­ver­ständ­nis, dass Ihre Daten elek­tro­nisch ver­ar­bei­tet und gespei­chert wer­den. Wir wei­sen dar­auf hin, dass bei unge­schütz­ter Über­sen­dung Ihrer Bewer­bung auf elek­tro­ni­schem Wege keine Gewähr für die Sicher­heit über­mit­tel­ter per­sön­li­cher Daten über­nom­men wer­den kann. Daten­schutz­recht­li­che Hin­weise zur Ver­ar­bei­tung Ihrer Daten gem. DSGVO fin­den Sie auf der Web­seite der Per­so­nal­ab­tei­lung: https://www.abt2-t.tu-berlin.de/menue/themen_a_z/datenschutzerklaerung/ oder Direkt­zu­gang: 214041.

Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin - Der Prä­si­dent - Deka­nin der Fakul­tät VI Pla­nen Bauen Umwelt, Prof. Dr. Well­ner, Sekr. A1, Straße des 17. Juni 152, 10623 Ber­lin